Elektrische Innovation auf See: Baltic Yachts und Molabo zeigen, was bei 48 Volt möglich ist
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Ottobrunn / Jakobstad – Februar 18, 2026 — Baltic Yachts setzt neue Maßstäbe für intelligente, leise und effiziente Segelsysteme, indem der finnische Yachtbauer die berührungssicheren 48-Volt-Elektromotoren von Molabo in eine Vielzahl von Bordanwendungen integriert. Seit mehreren Jahren arbeitet Baltic Yachts mit Molabo zusammen und setzt deren Lösungen für den Antrieb, hydraulische Segelbediensysteme sowie die Energieerzeugung ein.
Die ARIES-Motoren können zudem deckseitige Einrichtungen, Kiel-, Ruder- und Trimmstellantriebe sowie Bug- und Heckstrahlruder antreiben. Für Baltics Projekt zur Elektrifizierung hydraulischer Systeme entwickelte Molabo erstmals eine drehzahlgeregelte Version des ARIES-Antriebs. Der niedervoltbasierte Hochleistungsmotor bietet eine sofortige Reaktion, präzise Regelbarkeit sowie deutlich reduzierte Geräusch- und Vibrationswerte – und das ohne die Komplexität oder den Zertifizierungsaufwand, die mit Hochvoltsystemen verbunden sind.
„Elektrisch betriebene Hilfssysteme sind ein naheliegender nächster Schritt für hochseetaugliche Yachten“, sagt Kim Kolam, Senior Electrical Engineer bei Baltic Yachts. „Während des Segelns ermöglichen uns die 48-Volt-Motoren den Betrieb wesentlicher Systeme bei minimaler Laufzeit von Motor und Generator. Gleichzeitig bietet die Hochkapazitätsbatterie ausreichend Energie, um die Bordverbraucher auch vor Anker zuverlässig zu versorgen.“
Baltic setzt ARIES-Antriebe außerdem in niedervoltbasierten Parallel-Hybridsystemen für das Manövrieren im Hafen oder beim Ankern sowie zur regenerativen Energieerzeugung unter Segel ein. Diese hybrid-elektrischen Setups bieten auch während der Fahrt unter Segel Vorteile: Wird der Motor mit sehr geringer Leistung betrieben, kann er die Geschwindigkeit der Yacht leicht erhöhen und damit den scheinbaren Windwinkel und -druck beeinflussen. Diese Technik verbessert die Effizienz des Segeltrims, unterstützt eine laminare Anströmung bei Leichtwind und hilft Foiling- oder Semi-Foiling-Yachten, „im Schritt“ zu bleiben.
„Bereits 200 bis 500 Watt elektrischer Schub, um den Schwung zu halten oder die Strömungsverhältnisse zu optimieren, eröffnen Seglern völlig neue Möglichkeiten“, erklärt Andreas Baumgardt, Head of Marine Ecosystems and Applications bei Molabo. „Mit bis zu 50 kW Leistung bei nur 48 Volt lassen sich Leistung und Effizienz selbst auf großen Segelyachten deutlich steigern.“
Aufbauend auf dem Erfolg seiner Niedervolt-Antriebssysteme hat Molabo kürzlich einen 50-kW-Jetantrieb sowie ein 48-Volt-Serienhybridsystem mit den leichten AGT-Generatoren von Fischer Panda vorgestellt. Ursprünglich für das IMOCA-Rennprogramm von Team Malizia entwickelt, bietet das System die für Offshore-Kampagnen erforderliche Ausdauer und Zuverlässigkeit – bei gleichzeitiger Wahrung der für Molabo typischen Sicherheit und Wartungsfreundlichkeit.
„Die Anzahl der Schiffstypen, die von einer Niedervolt-Elektrifizierung profitieren können, wächst stetig“, sagt Adrian Patzak, COO von Molabo. „Diese Innovationen ermöglichen es Werften, Bordsysteme zu elektrifizieren, Langstrecken- oder Einhandtörns zu unterstützen und leistungsintensive Anwendungen zu realisieren, ohne die Komplexität von Hochvoltsystemen in Kauf nehmen zu müssen.“
Über Molabo GmbH
Die 2016 in Ottobrunn bei München gegründete MOLABO GmbH entwickelt und produziert fortschrittliche elektrische Antriebssysteme auf Basis der 48-Volt-Niedervoltstechnologie für die Mobilitäts- und Marineindustrie. Im Fokus stehen Innovation, Nachhaltigkeit und Leistung. Ziel des Unternehmens ist es, mit berührungssicheren Niedervolt-Elektrolösungen weltweit eine nachhaltige Mobilität zu ermöglichen.
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